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erste Überlegungen, Erfahrungen und Ziele

äußere Rahmenbedingungen

Wolfgang Budweg

Seit Jahren wissen wir, wie auch jüngere Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen einen Ort brauchen, an dem sie sich zuhause wissen. Sehr konsequent vermeiden wir darum eine Umgebung, die schon beim ersten Hinsehen als Heim erlebt wird. Dies gilt für das innere und äußere Erscheinungsbild genauso wie für die im Haus wirksamen Strukturen. Die Häuser vermitteln eine Wohnatmosphäre, die dem privaten Wohnen sehr nahe kommt. Beim Einleben und auch nachher ist die Überschaubarkeit unserer Einrichtung und ihrer Räumlichkeiten sehr zum Vorteil.

teilhabeorientiertes Pflegemodell

Ute Budweg

Aber es geht nicht nur um geeignete Räume. Auch die täglichen Begegnungen mit einem gleich bleibend kleinen Personenkreis an Helfern soll die verletzten Sinne unterstützen, Vertrauen schaffen und tragfähige Beziehungen fördern. Unser Ziel ist die Teilhabe am Leben. Die Familien Budweg und Keppeler leben in den gleichen Häusern. Wir sind "die Nachbarn und Freunde" im Haus, eben auch Bewohner. So ergeben sich im Alltag vielfältige Berührungspunkte. Leben mit und "ohne" Behinderungen wird gemeinsam erfahren und Lasten besser geschultert. Ein wunderbares Team Mitarbeitender unterstützt diesen Weg. Bisher hat er sich bewährt!

am bisherigen Leben anknüpfen

Rolf Keppeler

"Das Leben geht weiter!" Das ist leicht daher gesagt. Für uns Helfer hat dies eine ganz andere Bedeutung. Miteinander setzen wir fort, was längst schon begonnen hat. Wir knüpfen an Prägungen, Erfahrungen und Einstellungen an, die schon vorher wichtig waren, gehen aber auch Veränderungen mit. Die jeweils ureigenste Biographie spielt in Pflege, Therapie und den täglichen Beziehungen eine wichtige Rolle. Wo Angehörige und Freunde da sind, pflegen wir auch mit ihnen Gemeinschaft und beziehen sie in den Alltag ein. Sie können uns wichtige Anregungen und Informationen geben und damit Brücken bauen.

Fähigkeiten entdecken und fördern

Sabine Keppeler

Selbstverständlich dazu gehören und eben nicht ausgeschlossen sein, ist ein wichtiger Baustein zu unserem Selbstwertgefühl. Dies gilt erst recht, wo die Teilhabe am Leben durch verlorene Fähigkeiten begrenzt wird. Damit Wege in Gemeinschaft und Leben nicht alle versperrt bleiben, achten wir auf individuelle Fähigkeiten. Wir suchen bei schwer hirnverletzten Bewohnern nach Möglichkeiten der Kommunikation und schauen darauf, unscheinbare, leise Signale zu verstehen. Pflege, Betreuung und Therapie in unseren Häusern fördern Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit. So stoßen wir Türen auf, die so weit wie möglich in das Leben und in die Gemeinschaft führen.